Besuch des neu eröffneten Biologikum – Mittelhessen in Neu Ulrichstein
Bericht über den Tagesausflug am 27.08.2025


Foto © BLF – Alsfeld

Am 27. August folgten 15 Frauen der Einladung des Landfrauenbezirksverein Alsfeld zu einer Exkursion in das Biologikum Mittelhessen am FNU Forschungszentrum Neu-Ulrichstein. Der Besuch des Biologikums war ein Angebot im Jahresprogramm des Bezirksvereines Alsfeld. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Vorstandsmitglied Andrea Donnerstag die Teilnehmerinnen um im Anschluss das Wort an Frau Dr. Ann Kathrin Lörracher, der Direktorin des Biologikums Mittelhessen, zu übergeben.

Mit einer Bildpräsentation gab Frau Lörracher zunächst einen ersten Einblick in das Thema Umweltforschung. Dabei ging sie besonders auf das „Ökosystem Gewässer“ ein – gab erste Einblicke in die Vielfalt des Lebens im Wasser und zeigte auf, wie menschliches Handeln, z.B. die unsachgemäße Entsorgung von Arzneimitteln oder das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln, zum Stressor für unsere Umwelt werden kann.

Im Anschluss begab sich die Gruppe auf das Außengelände des FNUs. Frau Dr. Lörracher gab am Rande eines der Forschungsteiche anschauliche Einblicke in die praktische Durchführung von Freilandstudien (Mesokosmos-Studien). Sie erklärte, wie die Forschungsteiche aufgebaut sind, wie sie kurz vor Studienbeginn mittels Edelstahlzylinder in kleinere Abschnitte – die Mesokosmen – unterteilt werden, wie komplex die Lebensgemeinschaften in diesen Systemen sind und wie arbeitsintensiv solche Studien sind. Mesokosmos-Studien bilden zurzeit die realitätsnahste Möglichkeit mögliche Effekte von Pflanzenschutzmitteln auf Pflanzen und wirbellose Tiere in Gewässern zu erfassen. Ihre Ergebnisse finden Anwendung bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln.

Die Landfrauen konnten sich im Anschluss ein Bild über die Artenvielfalt in solch einem Forschungsteich machen. Sowohl die gerade noch mit dem bloßen Auge erkennbaren Wasserflöhe und Wassermilben, als auch die größeren Vertreter, wie die Rückenschwimmer, Eintagsfliegen- und Libellenlarven, fanden großes Interesse bei den Damen. Die Informationen, die die Landfrauen zu der Bedeutung all dieser Tieren erhielten, brachte sie zum Staunen. Auch wurde noch einmal beherzt zum Kescher gegriffen und auf eine eigenständige Entdeckungstour gegangen.

Abschluss des Rundgangs bildete ein kurzer Exkurs zum Thema Regenwürmer und Boden. Auch hierzu werden am FNU Freilandstudien durchgeführt. Auch diese heißt es zu schützen, denn sie tragen ihrer Lebensweise zur Fruchtbarkeit durch Bodenbildung und -durchlüftung bei. Von den insgesamt in Deutschland vorkommenden 48 Wurmarten, gab es auf Grund der Sommerpause, welche sie im Knotenstadien verbringen, leider keinen persönlich zu Gesicht.

Nach dem Bestaunen der Anlage und den dort stattfindenden Aktivitäten überraschte Herr Ebke die Gruppe mit selbstgemachter Pizza aus dem Backhaus und leckeren Getränken. Man ließ den Nachmittag in gemütlicher Runde und lockeren Gesprächen gemeinsam ausklingen. Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmerinnen zeugt von einer gelungenen Veranstaltung.


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